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Euregionales Naturprojekt 2010

In einem Workshop lernten wir am ersten Tag unter Anleitung von Frau Kronauer, einer inzwischen pensionierten Lehrerin des Pius-Gymnasiums, manches über „Ikebana“, die japanische Kunst des Blumenarrangierens, kennen. Wir kreierten die unterschiedlichsten Modelle und konnten rasch von der erstaunlichen Vielseitigkeit des Ikebana überzeugt werden, mit dem die meisten von uns bis dahin noch nie in Berührung gekommen waren. 

 

Mit viel Interesse verfolgten wir Frau Kronauers Erklärungen und Verbesserungen zu unseren Kunstwerken, die wir in einer gemeinsamen Runde vorstellten und auf uns wirken ließen.

 

Das Warten in der Kälte auf die Öffnung des Bonnefanten-Museums in Maastricht wussten wir für ein nettes Gruppenfoto zu nutzen, um uns anschließend bei moderner und klassischer Kunst wieder aufwärmen zu können.

 

Auch Lehrer brauchen eine Pause: Der Museumsbesuch schien unseren begleitenden Biologen Herrn Eckelmann so gefordert zu haben, dass er zunächst mit Frau Kronauer an einer ruhigen Bar (in einer ehemaligen Kirche in ihrer neuen Funktion als Hotel mit Restaurant) Erholung suchte, um fit genug für den nächsten Programmpunkt zu sein. Dafür schien er sich offenbar einiges vorgenommen zu haben…

 

Als nächstes bekamen wir eine große Stadtführung geboten, die weit über Berg und Tal von Maastricht führte, so auch über die Stadtmauer. Auch unsere Austauschschülerin (Mitte) kam in den Genuss der lehrreichen Erläuterungen von Herrn Eckelmann, welche sich beispielsweise auf  die jahrhundertealten städtischen Bäume bezogen.

                                            

Mal eine etwas andere Kunst: im Kölner „Museum für Ostasiatische Kunst“ lernten wir viel über die fremde Kultur und deren Lebenseinstellung; unter anderem waren große Statuen und Bilder zu bestaunen.

 

Eine theaterreife Führung, die teils belustigend, teils erstaunlich lebendig präsentiert wurde, erwartete uns im „kölschen“ Parfum-Museum „Farina“. Hier war nicht nur der Kopf, sondern auch die Nase gefragt.

 

Nicht nur mit der Kenntnis asiatischer Kunst konnte Frau Kronauer verblüffen: selbst Herr Eckelmann wirkte ein wenig erstaunt, als seine ehemalige Kollegin plötzlich auch Kölner Stadtgeschichten erzählte.

 

Abends wurde uns im Theater Aachen die Kostprobe einer Tschaikowski-Oper geboten, welche zwar einen extremen Kontrast, und doch eine nette Abwechslung zu asiatischer Kunst, Parfumproduktion und der Aachener Naturwelt darstellte.

 

Zwar machte uns auch diesmal das kalte Wetter einen kleinen Strich durch die Rechnung, dennoch ließen wir uns nicht von einer schönen Wanderung zur Zitadelle von Lüttich abhalten. Wir genossen eine atemberaubende Aussicht auf die Stadt, die wir – nach unserem Überblick in schwindelnder Höhe – erkunden durften. Doch zunächst …

 

… mussten die sportlichen Mitglieder unserer Gruppe am Fuß des Berges auf die etwas gemütlicheren Personen eine ganze Weile warten, bis auch diese endlich die Treppe „Montagne de Bueren“ mit ihren 373 Stufen hinter sich gelassen hatten.

 

Im Lütticher Aquarium-Museum durften wir im Verlauf einer sehr informativen Führung Wasserbewohner der unterschiedlichsten Art bewundern. Wir betrachteten eine Vielzahl von Aquarien und ließen es uns selbstverständlich nicht nehmen, auch einen Blick auf die faszinierenden Haie zu werfen. Der Besuch im Aquarium-Museum stellte einen krönenden Abschluss des „Euregionalen Naturprojektes 2010“ dar. Unser besonderer Dank gilt Herrn Weitz, der eine gelungene Organisation des Projektes auf die Beine stellte, sowie den beiden Betreuern, Frau Kronauer und Herrn Eckelmann, die uns durch ihre Offenheit und ihr Engagement einige unvergessliche Tage bereiteten.

 

Markus Knillmann, Raphael Komanns, Jg. 11