Euregionales Architektur- und Designprojekt 2011

Belgien – Deutschland - Niederlande

Im Rahmen des Euregionalen Architektur- und Designprojekts 2011 wurde neben den Projekten mit unseren europäischen Partnerschulen auch das „Euregionale Architektur- und Designprojekt 2011“ angeboten. Eine Woche lang haben wir Projektteilnehmer/innen uns mit dem Thema „Architektur- und Design“ in der unmittelbaren euregionalen Umgebung befasst. Anhand eines Tagebuchs sollen die dabei gewonnenen Eindrücke hier kurz wiedergegeben werden. 

Eine spannende Woche begann mit einem Tag in der FH Aachen, wo wir unter Anleitung von Prof. Helmig und Prof. Scheller in verschiedenen Workshops sehr viel über die Studiengänge „Kommunikation, Design und Produkt-Design“ gelernt haben. In den Workshops haben wir unter anderem eigene Werbeplakate für einen Kleber entworfen und diverse Aufgaben für die Aufnahmeprüfung für den Studiengang „Produktdesign“ durchgeführt.

 


Nach mehreren Stunden und vielen kreativen Ideen war der erste Tag auch schon vorbei, und wir freuten uns auf den nächsten Tag. Uns alle hat an diesem Tag überrascht, in wie vielen Dingen unseres Alltags Design drinsteckt, also dass im Grunde jeder Gegenstand, den wir tagtäglich benutzen, vorher einen langen Design-Prozess durchlaufen hat, wobei z.B. jemand darüber nachgedacht hat, wie man z. B einen Radiergummi am besten gestalten und damit verkaufen kann.

 


Der zweite Tag begann am Vormittag mit einer Fahrt nach Maastricht. Da sich der erste Tag unserer Woche ausschließlich mit dem Thema »Design« beschäftigt hatte, waren wir alle schon gespannt, was uns zum Thema »Architektur« in Maastricht erwarten würde. Gleich zu Anfang nahmen wir an einer sehr aufschlussreichen Führung durch das Céramique-Gelände teil. Dieses Viertel von Maastricht ist architektonisch besonders interessant, und wir waren nach dieser Führung alle beeindruckt, wie durchdacht die Maastrichter Stadtplanung ist, da im Céramique-Gelände viele Gebäude konzeptionell architektonisch aufeinander abgestimmt sind. Anschließend hatten wir eine Führung durch das das NAI – Euregionales Zentrum für Architektur und Gestaltung.

 


Anschließend erkundeten wir in Kleingruppen die Stadt Maastricht, um uns später zu einer Führung durch das historische Stadtzentrum zu treffen. Diese Führung hat uns, da wir einen sehr humorvollen Fremdenführer hatten, recht großen Spaß gemacht, und dabei lernten wir auch noch viel über die Kunst und Geschichte der Stadt Maastricht sowie die großen Unterschiede, die die Baukunst der Architekten in den verschiedenen Zeiten aufweisen.

 


Am Mittwochmorgen fuhren wir - diesmal mit dem Zug - nach Köln, um dort, es ging um die „Kölner Baukunst von Weltrang“, eine sehr informative und detailreiche Führung durch den Kölner Dom, das historische Rathaus und die romanische Kirche St. Maria im Kapitol erleben zu können. Auch wenn wir alle sicher schon einmal im Kölner Dom waren, erfuhren wir an diesem Tag doch sehr viel Neues über die faszinierende Baukunst und die Detailverliebtheit der vielen Mitwirkenden beim Bau dieser berühmten Kirche. 

Nach einer Mittagspause, mit einem kurzen Besuch auf dem Kölner Weihnachtsmarkt, besuchten wir das Kölner Museum für Angewandte Kunst. In diesem konnten wir neben verschiedenen Audio-Präsentationen eine beeindruckend große Sammlung an unterschiedlichen Stuhlmodellen betrachten. Gerade die Stühle und die vielen verschiedenen Designmöglichkeiten waren für uns alle etwas völlig Neues, über das wir noch nie nachgedacht hatten und zeigten wieder, das sogar hinter den einfachsten Alltagsgegenständen ein kreativer Prozess steckt!

 


 

Unser vorletzter Tag führte uns nach Lüttich, wo wir mit einer sehr aufschlussreichen Entdeckungsreise zur Lütticher Architektur begannen. Bei dieser ist vor allem der große Kontrast zwischen moderner und historischer Baukunst faszinierend. Aufgelockert wurde diese Führung zwischendrin mit einem Wettrennen auf der längsten und steilsten Treppe Lüttichs. Am Nachmittag besuchten wir ein bekanntes Lütticher Museum mit dem Namen »Grand Curtius«, das nicht nur eine beeindruckende Kunst zeigte, sondern sich auch in einem der schönsten Patrizierhäuser Lüttichs befindet. - Schließlich ging auch dieser Tag vorbei, und so standen wir fast am Ende des Euregionalen Architektur- und Designprojekts.

 


 

Der letzte Tag der gemeinsamen Woche wurde genutzt, um die Architektur unserer Stadt Aachen besser kennen zu lernen. Herr Haendly, ehemals Abteilungsleiter beim Fachbereich Stadtplanung, führte uns durch die Aachener Altstadt, in der wir auf viele uns völlig unbekannte Aspekte unserer Stadt hingewiesen wurden.

 


Die gemeinsame Woche ließen wir bei Kaffee und Kuchen im Kaffe Mohren ausklingen.

 


Damit war unser Europa-Projekt, in dem wir alle sicherlich viel gelernt und neue Erfahrungen gesammelt haben, auch schon vorbei. An dieser Stelle möchte ich mich noch ganz herzlich bei allen, die für das Gelingen dieses Projektes verantwortlich waren, bedanken, ganz besonders bei Herrn Weitz, für die Planung und Gestaltung unserer schönen Woche. In so einem Projekt steckt sicherlich viel Arbeit, herzlichen Dank dafür! Mein Dank gilt auch Frau Winkler und Herrn Koch, die uns zuverlässig und souverän durch diese Woche geführt haben!

Alles in allem war es eine sehr ereignisreiche und spannende Woche, aus der wir alle sicherlich viel mitgenommen haben!


Lisa Quarch, EF