Deutsch-Französisches Auslandspraktikum 2013/2014 in Saint-Brieuc

Der 23. November 2013 war für alle Schüler/innen, die an den Auslandspraktika teilnehmen wollten, ein aufregender Tag. Unsere Reise startete recht früh morgens am Aachener Hauptbahnhof. Wir haben uns alle schon sehr auf unser einwöchiges Praktikum im französischen Städtchen Saint Brieuc gefreut, hatten jedoch einige Zweifel, vor allem in Hinblick auf die Verständigung mit den Gastfamilien und am Arbeitsplatz. Umso größer war dann die Freude, als wir mit offenen Armen empfangen wurden.


Außerhalb des Praktikums nahmen sich die französischen Familien sehr viel Zeit, um die einzelnen Tage abwechslungsreich und interessant zu gestalten. Leonie konnten sie mit der Schönheit der französischen Küste begeistern, während Katharina und Claire sich bei einer Wanderung besser kennenlernten.


Christian bekam die Möglichkeit, am Hobby seiner Austauschschülerin teilzuhaben. Trotz anfänglicher Bedenken hatte er einen erlebnisreichen Tag, den er gemeinsam mit seiner Gastfamilie in einem Restaurant ausklingen ließ.


Das Praktikum war für alle eine spannende und lehrreiche Erfahrung, konnte jedoch manchmal auch anstrengend werden. Abends stand dann meist noch Programm in den Gastfamilien an, die uns komplett in ihren Alltag integrierten. Leonie wurde nach einem anstrengenden Tag auf dem Bauernhof mit einem leckeren Essen belohnt, und Stefan verbrachte einen gemütlichen Männerabend auf dem Sofa.


Unsere Auslandspraktika haben uns allen sehr viel Spaß gemacht, weil wir immer etwas zu tun hatten und sehr freundlich behandelt wurden. Besonders Katharina, Melissa, Anna und Lea hatten an ihren Arbeitsplätzen in Grundschulen und Kindergärten eine große Zahl an kleinen Bewunderern. Obwohl die Kulturen der zwei Länder einige Unterschiede aufweisen, waren die Kinder immer freundlich, herzlich und offen für Neues.


Sina hatte von uns allen das wahrscheinlich aufregendste Praktikum. Beim Militär und der Polizei durfte sie sich alles von Nahem anschauen und einen Blick in das französische Sicherheitssystem werfen. Das wird sie bestimmt nicht so schnell vergessen!


Währenddessen erhielt Noemi einen spannenden Eindruck vom Alltag der Forschung für Krankheitserreger, und so auch Katharina, die die Aufgaben eines Radiologen kennenlernen und miterleben durfte.


Am letzten Abend traf sich ein Großteil der deutsch-französischen Gruppe in einer Bar und hatte gemeinsam viel Spaß. Es war eine tolle Möglichkeit, sich über die Zeit in Saint-Brieuc auszutauschen, denn die meisten von uns hatten die ganze Woche keinen aus unserer deutschen Gruppe gesehen. Aber auch mit den Franzosen ließ es sich gut feiern, und wir hatten einen unvergesslichen Abend.


Der Abschied am Bahnhof war tränenreich, denn es war wirklich eine tolle Woche gewesen - und so war die Vorfreude auf ein Wiedersehen beim kommenden Gegenbesuch in Aachen groß. Vielen Dank an unseren Koordinator Herrn Weitz! Die Erinnerungen werden uns auf jeden Fall erhalten bleiben, und es hat uns motiviert, uns weiterhin für die französische Sprache, aber auch für die Kultur zu interessieren. Wer weiß, vielleicht kehren wir ja eines Tages zurück nach Frankreich…


Melissa Commandeur & Leonie Pinkawa & Leonie Soika, EF