Europäisches Mythen- und Sagenprojekt 2014 / 2015 in Liberec

Am Samstag, dem 22.11.2014 um Punkt 6:51 Uhr (die Verspätung der Deutschen Bahn außer Acht lassend), war es endlich soweit und wir rollten mehr oder weniger wach aus dem Aachener Hauptbahnhof Richtung Liberec, um die zwölfstündige Zugfahrt anzutreten.


Unser Lehrer Herr Tank stellte sich der anspruchsvollen Aufgabe, 25 Schülerinnen u. Schüler sicher von Aachen nach Liberec zu begleiten, wobei Herr Tank sich voll und ganz auf den Selbsterhaltungstrieb der Schüler/innen verließ, gemäß dem Motto: „Durchzählen wird völlig überbewertet.“ (Mit solch‘ profanen Dingen beschäftigt sich ein Mathematiker nicht!)


Bei jedem weiteren Umstieg steigerte sich unsere Erwartungshaltung und Neugier, doch sei es der Müdigkeit oder totalen Anspannung geschuldet, der letzte Streckenabschnitt war der mit Abstand leiseste. - Dafür wurden wir umso herzlicher in Liberec empfangen, und spätestens am Sonntag hatte jeder genügend Zeit, seine Austauschpartnerin bzw. seinen Austauschpartner kennenzulernen.


Am  Montag fühlte sich sowieso jeder wieder wie zu Hause, dem frühen Aufstehen sei Dank, denn um 8:30 Uhr stand ein Rathausbesuch auf unserem Tagesprogramm.

Katařina Luxemburgová: An diesem Tag haben wir mit unseren deutschen Gästen eine spannende Rathaus- und Stadtführung gemacht.


Nach dem Programm, haben wir oft weiterhin etwas zusammen unternommen, wie z.B. Schwimmen, Bowling und so manch einer testete sich in Lasergame.


Dem Prinzip folgend „Jeder Schüler liebt wandern, weil wir Lehrer es lieben“, ging es einen Tag später mit unseren Lehrern Herrn Hafenbrack (Liberec), Frau Šípová (Liberec) und  Herrn Tank (Aachen) in luftige 1012 Metern Höhe.


Leider vergaßen wir die Tatsache, dass Erwachsene grundsätzlich wissen, wozu sie ihre Schüler nötigen müssen, denn oben auf den Jeschken angekommen - was wohl bemerkt nur durch die Hilfe einer Seilbahn möglich war -, schwebten wir wahrlich über der Wolke sieben. Selbst Herr Tank ließ sich auf unseren Höhenflug ein und meisterte sein erstes Selfie mit Bravour! - Und so war auch der Abstieg nur noch halb so schlimm!


Valentina Marčková + Katařina Luxemburgová: An der Spitze dieses Berges gibt es einen Fernsehsender, der sowohl ein Aussichtsturm als auch ein Restaurant ist. Von diesem Höhepunkt aus wanderten wir wieder bis nach Liberec zurück.

 

Am Mittwoch stand Prag auf unserem Programm, und wie die Bilder schon vermuten lassen, war es traumhaft schön. Lediglich die eisige Kälte ließ sowohl die Schüler als auch die Lehrer von Geschäft zu Geschäft laufen (oder eher flüchten). Manch ein Café hätte wegen Überfüllung schließen können… Letztendlich zählte der Mittwoch zu den schönsten Tagen der Woche, wie sich am Ende der Projektarbeit herausstellte.

Valentina Marčková: Der Ausflug nach Prag war sehr interessant. Wir haben viele bekannte Sehenswürdigkeiten besucht.


Am Abend des darauffolgenden Tages konnte jeder mit überragenden Kenntnissen zur böhmischen Glasindustrie glänzen.


Katařina Luxemburgová: In Harrachov lernten wir die Arbeit eines Glasbläsers kennen. Anschließend wanderten wir durch das Riesengebirge.


Obwohl wir das Wandern mit der Zeit zum alltäglichen Programm zählten, wurden wir am Freitag jäh enttäuscht. Zum Abschluss stellten wir uns am Freitag gegenseitig unsere Projektergebnisse vor, und großzügig wie die Lehrer eben nun einmal sind, hatten wir noch den gesamten Nachmittag zum Packen und zum Abschied nehmen. 

Am Samstag, den 29.11.2014, (die DB war außerplanmäßig einmal  pünktlich!) hieß es dann „Ciao Liberec!“


Am Abend kamen wir wohl behalten, aber  müde wieder in Aachen an. - Wir wollen uns bei Herrn Tank, Herrn Hafenbrack und Frau Šípová bedanken, die uns auf diesen unvergesslichen und wunderschönen Ausflug  mit Freude und Zuversicht begleitet haben. Vielen Dank auch an Herrn Weitz, alias Mr. Europa, der uns diesen Austausch erst ermöglicht hat.

 Valentina Marčková: Tenti projekt shledávám velice zajímvým, smysluplným a zábavným. (Ich finde dieses Projekt sehr interessant, sinnvoll und lustig.)


 Vera Hüpgens & Mara Sophie Vell