Europäisches Mythen- und Sagenprojekt 2014 / 2015 in Leipzig 

Am 22. November 2014 trafen wir uns um 7:25 Uhr am Aachener HBF, um nach Leipzig aufzubrechen.  Alle waren sehr gespannt und nervös, freuten sich aber trotzdem auf ihre Austauschfamilien in "Leepzsch". Der Gedanke an die achtstündige Zugfahrt bereitete einigen ein mulmiges Gefühl, doch wir wurden vom Gegenteil überrascht, und die Zugfahrt ging schnell vorbei.

Um 15:20 Uhr kamen wir an. Die Gelassenheit und Entspannung der Zugfahrt verflog kurz vor unserer Ankunft, da uns nun klar wurde, dass wir unsere Gastfamilien bald sehen würden.

Wir wurden nett und herzlich empfangen und freuten uns sehr, die Familien näher kennenzulernen!

 

Nach der Ankunft trennen sich dann erst einmal unsere Wege, und wir gingen alle zu unseren Gastfamilien, um uns da ein wenig zu unterhalten und einzuleben.  Abends gingen wir dann alle gemeinsam Pizza essen.

Den Sonntag konnten wir privat verbringen, jedoch entschieden wir uns, mit allen Aachenern und Leipzigern etwas zusammen zu machen. Wir gingen gemeinsam in den Leipziger Zoo und anschließend verbrachten wir noch ein paar nette Stündchen auf der Bowlingbahn. Es hat sehr viel Spaß gemacht, und es fühlte sich so an, als würden wir uns alle schon jahrelang kennen.

 

Am Montagmorgen besuchten wir die Humboldt-Schule in Leipzig, wo uns ein sächsischer Sprachkurs angeboten wurde. Es war anfangs sehr schwer, die Lehrerin zu verstehen und vor allem es selber nachzusprechen, doch nach einiger Zeit haben wir uns mit dem Dialekt (nach dem Motto: „De Weeschen besieschen de Hadden") angefreundet und hatten sehr viel Spaß. Danach sollten wir uns in Gruppen aufteilen und ein kleines Theaterstück einüben. Das alles natürlich auf Sächsisch. Es sind dabei wirklich lustige und interessante Inszenierungen

herausgekommen.

Nach dem Sprachkurs hatten wir dann endlich Zeit, die Innenstadt ein wenig besser kennenzulernen. Dazu hatten die Leipziger eine Stadtrallye vorbereitet, die wir in drei großen Gruppen ausführen mussten. Bei der Rallye haben wir einige wirklich interessante Ecken von Leipzig kennen gelernt, und uns wurden auch viele Sagen und Mythen über Leipzig erzählt.

 

Der vierte und für uns spannendste Tag war der Dienstag, an dem wir Aachener und Leipziger zusammen nach Dresden gefahren sind. Dresden ist eine super schöne Stadt mit sehenswerten Stadtteilen. Besonders beeindruckend war der große, prächtige Zwinger, den wir direkt am Anfang sehen konnten. Anschließend hatten wir dann eine Führung durch die bekannte Frauenkirche. Einige von uns waren ein bisschen enttäuscht von der Kirche, denn sie hatten sie sich viel prächtiger und pompöser vorgestellt. Aber das hat niemandem die Stimmung vermiest, denn danach gingen wir zwei Stunden shoppen…

Mit voll bepackten Tüten und guter Laune sind wir dann gegen 17:00 Uhr wieder mit dem Zug nach Leipzig zurückgefahren.

 

Den Mittwoch haben wir Aachener ohne unsere Partnerschüler in Leipzig verbracht. Für uns standen an dem Tag zwei interessante Führungen an. Zum einen die Besichtigung des Völkerschlachtdenkmals, das beeindruckend hoch ist und von wo aus man einen atemberaubenden Blick über Leipzig genießen konnte. Und zum anderen die Führung durch das Panometer mit dem Thema „Völkerschlacht 1813 bei Leipzig“. Wir Aachener waren uns alle einig, dass die Führung der Hammer war, da die Geschichte der „Napoleonschlacht“ so überaus interessant erzählt wurde und man das Gefühl hatte, der Führer wäre hautnah dabei gewesen. Im Gasometer-Turm war ein riesiges Panorama an eine 360-Grad-Wand gemalt worden, das durch die unterlegten Sound- und Lichteffekte überzeugte.

 

Am Donnerstag waren wir in Weimar. Dort haben wir uns ausschließlich mit Goethe befasst und haben zwei Führungen durch das Goethehaus- bzw. Museum bekommen.

 

Den Freitagvormittag haben wir uns mit Richard Wagner und seinen Werken befasst. Das besondere Highlight war hier der Besuch der Leipziger Oper in Deutschland. Nachdem wir eine Führung durch das komplette Opernhaus erhielten, nahmen wir an einem Workshop zum Thema „Die Feen“ teil.  – Zum Abschluss nahmen wir als einziges Aachener Team an der Volleyballnacht unserer Partnerschule teil. Unter dem Namen „Aachener Printen“ eroberten wir den 6. Platz von insgesamt neun Mannschaften …

 

Am Samstagmorgen mussten wir uns dann alle leider wieder voneinander verabschieden. Alle haben sich wirklich gut verstanden, und wir hatten eine tolle Woche. Mit dem Gedanken, dass wir die Leipziger bald wiedersehen würden, fiel der Abschied nicht so schwer.

Ein ganz besonderer Dank geht hier an Herrn Eckstein, der das Europa-Projekt in Leipzig geleitet hat und mit dem die Woche super war! Herzlichen Dank auch an Herrn Weitz für die Organisation des Europa-Projekts und vor allem an Frau Liebich, der stellv. Schulleiterin des Humboldt-Gymnasiums, für das tolle Programm und die gelungene Rundumbetreuung.

 

Charlotte Brockmann, Malin Schneiders / EF

 

 

Schlussakkord: Humboldt -Volleyballnacht  2014 – aus Sicht der Leipziger Partnerschüler

 

Schon  17.45 Uhr verlangten die Volleyballenthusiasten per Klingel Einlass in die Turnhalle. Einige Minuten später spielten sich die Spieler bereits intensiv ein. Neun Mannschaften nahmen diesmal den Wettkampf um den Sieg bei der Volleyballnacht am 28.11. auf. Zunächst wurde die Vorrunde in drei Staffeln über zwei mal zehn Minuten gespielt. Mit viel Enthusiasmus und großer Einsatzfreude kämpften die Volleyballer um jeden Ball. Einige kleinere Blessuren, die recht schnell von unseren Sanitätern versorgt wurden, zeugten davon! Es herrschte den gesamten Abend eine gute Stimmung,  die Zuschauer feuerten die Teams an und spendeten bei gelungen Aktionen viel Applaus.

 

Wie gewohnt ging es mit vollem Elan zur Sache und es wurde gepritscht, gebaggert und geschmettert, was das Zeug hielt! Die Zuschauer sparten nicht mit Beifall und spornten die Spieler zu Höchstleistungen an! Die besten drei Mannschaften kämpften mit aller Kraft um den Sieg und diese Spiele waren heiß umkämpft.  Keiner wollte dem Gegner Punkte schenken!

Nachdem JBWG ("Jeder Ball wird geholt") die favorisierten Spekulationskexe schlug, lag eine Überraschung in der Luft. Am Ende setzten sich aber die "Schmetterlinge" durch und gewannen die Volleyballnacht zum dritten Mal. Die Siegermannschaft aber war die eindeutig beste und triumphierte souverän. Mit 4 Siegen aus 4 Spielen ist dieses Ergebnis wohl unumstritten.

 

Schön anzusehen war eine "Balletteinlage" unser Aachener Gastschüler und ihrer Gastgeber kurz vor Schluss des Turnieres sowie die selbst kreierten T-Shirts der Los Aplastadores!

 

Als großen Abschluss gab es traditionell die Urkunden für die teilnehmenden Mannschaften und die Medaillen für die Herausragendsten des Abends. Schließlich verließen die Spieler gegen 23 Uhr zufrieden die Halle. Für unsere Aachener Partnerschüler war die Volleyballnacht eine schöne Gelegenheit, sich in der Besuchswoche sportlich zu betätigen und ihre Gastgeber einmal anders kennen zu lernen.


Das Organisationsteam

(Richter/Busch)