Euregionales Sagen- und Mythenprojekt 2014

Belgien – Deutschland - Niederlande

Auch im Schuljahr 2014/2015 wurde im Rahmen der Europa-Projekte ein euregionales Projekt angeboten, diesmal unter dem Motto »Sagen und Mythen«. Dieses Angebot wählten 25 Schülerinnen und Schüler, welche zusammen mit Herrn Koch und Herrn Bode ein Woche lang jeden Tag eine historisch bedeutende Stadt und ihre Sagen und Legenden kennenlernten und auf diese Art viel über die Besonderheiten der Region erfuhren.


Der erste Tag begann für alle um 9:00 Uhr morgens am Aachener Elisenbrunnen. Dort versammelte sich die Projektgruppe und begann dann mit einer Stadtführung zum Thema der Woche in der Aachener Altstadt. Hier sammelten alle interessanten Informationen über die zahlreichen Statuen und Denkmäler, die alle zwar kannten, aber deren Bedeutung bisher unklar war.


Trotz der frostigen Temperaturen war die Stimmung gut und alle fieberten dem zweiten Teil des Tages entgegen. Dieser war ein Workshop zur Nibelungensage in unserer Schule, den Herr Bode durchführte. - An unserem zweiten Projekttag stand Maastricht auf dem Programm. Im Zentrum der Altstadt gab es eine weitere Stadtführung zum Thema »Sagen und Legenden«, die wie die vorige sehr interessant war.  Am Ende der Führung warfen die Schüler/innen noch einen Blick in die St. Servatius Basilika und deren Schatzkammer.


Zur Mittagszeit wurde der letzte Abschnitt des Tages eingeläutet und für die Projektgruppe ging es ins bekannte Bonnefantenmuseum. Bei einer Führung konnten wir die mittelalterlichen Skulpturen Jans van Steffeswert bestaunen. Gerade der Vergleich mit zeitgenössischer Kunst war hier sehr aufschlussreich.


Der dritte Tag führte in die Domstadt Köln, wo erst einmal eine weitere Stadtführung zum besagten Thema »Mythen und Sagen« stattfand. Wie die vorherigen war auch diese sehr aufschlussreich und informativ. Es ging unter anderen um spannende Themen wie die Dombausage, die heilige Ursula oder die Sage von Jan und Griet. Besonders sympathisch fanden alle den Stadtführer, der aufgrund seiner Erfahrung und seiner kölschen Art die Schüler/innen permanent konzentriert und aufmerksam halten konnte.


Anschließend traf man sich zu einem Workshop zum Thema »Mosaik« im Römisch-Germanischen Museum. Hier gab es erst eine kurze Führung, die als Einführung in das Thema diente. In einem kurzen Zeitraum lernten die Schüler so vieles Signifikante eines römischen Mosaikes und durften beim anschließenden Workshop sogar eigene Mosaike gestalten und auch mit nach Hause nehmen.


Am vorletzten Projekttag trafen sich alle am Pius-Gymnasium, um von dort aus mit einem Reisebus die älteste Stadt Belgiens, Tongeren, anzusteuern. Dort erwartete die Gruppe eine zweistündige Stadtführung bei eisigem Wetter, begleitet allerdings von den spannenden Sagen und Mythen, die diese Stadt zu bieten hat. Besonders beeindruckend waren die gewaltige Basilika und das Ambiorixdenkmal, das eine Figur zeigt, die sehr an Asterix erinnert. Den Abschluss bildete das moderne Gallorömische Museum, wo der Mythos der Wikinger anhand ihrer Kultur- und Lebensprinzipien genauer untersucht und vorgestellt wurde.


Um das nahezu Bekannteste, was Aachen historisch gesehen zu bieten hat, kümmerte sich das Euregio-Projekt am letzten Tag. Im neuen Charlemagne-Museum  am Katschhof bearbeiteten die Schüler/innen nach einer Führung durch die Ausstellung einen Workshop zu Macht und Mythos Karls des Großen. Der »Pater Europae« bietet als mächtigster Kaiser des frühen Mittelalters viele Anknüpfungspunkte. Passend dazu sollten die Schüler/innen ein Plakat zu einer zukünftigen Karlsaustellung nach ihren Vorstellungen gestalten.


Mit einer Einladung ins Starbucks endete unser Euregio-Projekt, bei dem wir alle viel gelernt und neue Erfahrungen gesammelt haben. Es war ein gelungener Schlusspunkt eines alles in allem sehr guten und interessanten Projektes, welches auf jeden Fall für die weiteren Schuljahre sehr zu empfehlen ist. Es war vor allem deshalb hilfreich, weil man sonst nur sehr selten die Möglichkeit bekommt, so viel über seine Umgebung zu erfahren. Last not least möchten wir uns bei Herrn Bode für die Organisation und Leitung des »Euregionalen Sagen- und Mythenprojekts« sowie dem pensionierten Lehrer Herrn Koch für die nette Begleitung bei allen Projekttagen herzlich bedanken.


Edwina Möllhoff und Colin Kolvenbach, EF