Deutsch-Französisches Austauschprojekt 2014 / 2015 in Paris

Im November 2014 kamen 29 Gastschüler aus Paris zu uns nach Aachen. Wir hatten alle sehr, sehr viel Spaß zusammen und so fiel der Abschied nach sechs tollen Tagen nicht leicht! Darum freuten alle sich umso mehr, als es dann endlich nach Paris ging.

Am 27. Mai, um 9:00 Uhr am Bahnhof, begann unsere Reise mit dem Thalys nach Paris. Wir waren alle ziemlich aufgeregt und freuten uns darauf, unsere Austauschpartner wiederzusehen. Frau Quéva und Herr Poschmann begleiteten uns in diese aufregende Stadt. Wir waren aber auch so aufgeregt, dass wie sogar unsere Chips verschütteten.

 

Als unsere Gruppe nach zweieinhalb Stunden Fahrt endlich am Gare du Nord ankam, empfingen uns unsere Gasteltern und begleiteten uns zu sich nach Hause, wo wir endlich unsere Austauschschüler trafen. Den Rest des Tages verbrachten wir alle in den Familien.

 

Der zweite Tag begann mit dem erneuten Zusammentreffen der Gruppe an der Schule. Dort wurden wir von der Koordinatorin Mme Herbinet und dem Schulleiter M. Poupart überaus freundlich begrüßt und schauten uns anschließend einen Kurzfilm über Paris und seine Sehenswürdigkeiten an. Danach war eigentlich ein Unterrichtsbesuch angesagt, allerdings wurde das Programm kurzerhand geändert, und wir fuhren deshalb los, um die Kathedrale «Notre Dame» zu besichtigen.

 

In zwei Gruppen eingeteilt, erfuhren wir viele interessante Infos über die Kirche und ihre Erbauung. Wieder auf dem Vorplatz versammelt, gingen wir zum Picknick und anschließend hatten wir ein wenig Freizeit auf dem bekannten Boulevard Saint Michel. Wegen zu langer Wartezeit konnte der Besuch der «Sainte Chapelle» nicht stattfinden, so dass wir gleich nebenan die «Conciergerie», ein altes Gefängnis besichtigten, wo unter anderem auch Marie Antoinette hingerichtet wurde. Zum Abschluss des Tages spazierte unsere Gruppe am Eiffelturm vorbei zurück zur Schule und verbrachte den Rest des Tages in den Familien.

 

Am Freitag, unserem dritten Tag in Paris, fuhren wir nach Versailles, zu einem wunderschönen Schloss etwas außerhalb von Paris. Die Audio-Guide-Führung war spannend, und vor allem der Garten war wirklich toll! Hier picknickten wir und hatten überdies ein wenig Freizeit auf dem Gelände des Schlosses, wo wir die Sonne genossen und Eis an den Wasserbassins aßen. Dann nahmen wir wieder die Métro zurück zur Schule, wo unsere Austauschpartner uns empfingen.

 

Samstags sind wir morgens in das «Musée d'Orsay», ein bekanntes Kunstmuseum in einem alten Bahnhof, gegangen, wo Herr Poschmann uns die Gemälde erläuterte. Besonders gut gefielen uns die gemütlichen Sessel im Museum.

 

Zurück an der Schule, fand dort ein buntes Schulfest mit einfallsreichen Spielen und Angeboten statt, auf das die meisten von uns mit ihren Austauschschülern gingen und wo wir auch Herrn Weitz antrafen, der am Samstag und Sonntag an den «Journées Missionnaires», dem Schulfest, teilnahm.

 

Den Sonntag verbrachten wir ebenfalls in den Familien, wobei 12 jesuitische Priester die «Messe des Missions» in der Schulkapelle zu Ehren Saint-Louis de Gonzagues zelebrierten, welche Lehrer, Eltern und viele aus unserer Gruppe besuchten.

 

Am Montag ging es dann weiter mit dem Programm. Als erstes sind wir mit der Métro zur Champs-Elysées gefahren. Leider nahmen ein paar von uns bei der Métrostation den falschen Ausgang. Zum Glück hatte Frau Quéva dies noch rechtzeitig bemerkt und ist nachgekommen. Trotz des Missverständnis mit dem Weg sind wir alle nach dem «Wiedertreffen» zur Place de la Concorde und durch den Jardin des Tuileries zum Louvre spaziert. Durch Frau Quéva  und Herrn Ducret haben wir viel über die Sehenswürdigkeiten erfahren und konnten dann im Park des Louvre picknicken.

 

Danach sind wir alle zusammen über die Place Vendome zur Opéra Garnier gegangen. Dort hatten wir eine kurze Freizeit und viele von uns haben sich das wunderschön geschmückte «La Fayette» angesehen, ein sehr großes, exklusives Kaufhaus. Nach dem erneuten Zusammentreffen ging es zurück zur Champs-Elysées. Hier hatten alle ebenfalls etwas Zeit, um sich für die Fahrt mit Lebensmitteln (auch Süßigkeiten gehören zu Lebensmitteln) einzudecken oder bummeln zu gehen. Zum Abschluss des vorletzten Tages sind wir wieder mit der Métro zurück zur Schule gefahren, wurden von unseren Austauschpartnern in Empfang genommen und verbrachten einen schönen letzten Abend in unseren Gastfamilien.

 

Am Dienstag, leider schon  unser letzter Tag, durften wir dann doch noch eine Stunde mit in den Unterricht gehen und spazierten danach zum «Arc de Triomphe», wo eigentlich eine Besichtigung geplant war! Allerdings war zum gleichen Zeitpunkt auch der spanische König zu Gast in Paris und wollte auch dorthin. Also wurde alles abgesperrt, und gesehen haben wir ihn leider auch nicht, da wir keine Zeit mehr hatten. So sind wir dann zurückgewandert und hatten am «Trocadéro» noch ein wenig freie Zeit, um das letzte Foto vom Eiffelturm zu schießen oder das letzte Souvenir zu kaufen.

 

Um zwei Uhr waren wir denn wieder an der Schule und mussten die Métro, mitsamt unseren Koffern, die wir morgens dort deponiert hatten, zum Gare du Nord nehmen, was hieß: Abschied zu nehmen von unseren Austauschschülern und von Paris!

Ein tränenreicher und schwerer Abschied und eine anstrengende Métro- und Zugfahrt hinter uns, kamen wir alle wohl behalten, aber müde am Hauptbahnhof in Aachen an.

 

Wir möchten uns ganz herzlich bei Frau Quéva und Herrn Poschmann, unser Super-Team, für die tolle Leitung und Herrn Weitz für die Organisation des Austauschprojekts sowie Mme Herbinet für das wirklich schöne Austauschprogramm in Paris bedanken.

 

Anna Frankenberger, Emily Genius 7b