Deutsch-Französisches Auslandspraktika 2014 / 2015 in Saint-Brieuc  

Am 22. November 2014, nach einer langen Zugfahrt von Aachen nach Saint-Brieuc, mit einem vierstündigen Aufenthalt in Paris, wurden wir herzlich von Mme Martin und unseren Gastfamilien begrüßt. Wir freuten uns, endlich angekommen zu sein und unsere Austauschpartner und deren Familien kennen zu lernen.


Den Sonntag verbrachten die meisten mit ihrer Gastfamilie, zum Beispiel an der Küste von Saint Brieuc, oder trafen sich mit anderen Austauschschüler/innen. Caroline und Katrin verbrachten ein paar schöne Stunden beim gemeinsamen Backen und Essen von Crêpes, während Jan mit seiner Gastfamilie in einem Restaurant an der Küste essen ging und Alexa in Dinard eine Wandertour unternahm.

Das Praktikum war für alle eine spannende und lehrreiche Erfahrung. Jonas durfte in der Pinselfabrik der Gastmutter «Pinceaux Leonard/Bullier SAS» mit anpacken.  Ihm wurden die Herstellungsprozesse der verschiedenen Pinsel ausführlich erklärt, und er konnte auch selber handwerklich mitarbeiten. Außerdem durfte er einen Katalog des Betriebes ins Deutsche übersetzen, wobei er eine große Hilfe war.

Jan verbrachte sein Praktikum in dem Architekturbüro «GM Architecture». Nach einer kleinen Führung durch das Architekturbüro konnte er den Pavillon von Barcelona, gezeichnet vom Aachener Architekten Mies van der Rohe, auf dem Computer nachzeichnen. Außerdem hatte er nach Beenden des ersten Projektes die Möglichkeit, selber kreativ zu werden und ein selbst erdachtes Haus aufzuzeichnen. Er hatte auch die Möglichkeit zu einem großen Bauprojekt, le Chatelier, zu fahren und einem Architekten über die Schulter zu schauen.

Aaron und Philipp verbrachten ihr Praktikum in der «École Saint-Sébastien» und bekamen einen Einblick in das französische Grundschulsystem.


Auch Caroline und Alexa bekamen einen Einblick in die  französische Grundschule «École La Providence». Dort nahmen sie aktiv am Unterricht teil und haben den Kindern, so gut es ging, geholfen. Caroline unterstützte die Kinder bei dem Bastelprojekt «Botte de Noel» und beim Lernen der Wochentage. Außerdem begleitete sie ihre Gruppe in das Schwimmbad. Bei Alexa war das Motto der Woche in der Gruppe: «Les pommes». Der Unterricht wurde durch Backen von Tartelettes und Basteln gestaltet. Zusammen besuchten Alexa und Caroline eine Farm, wo die Kinder die Herstellung von Apfelsaft kennenlernten und ihn auch selber herstellen konnten.

Katrin, Noah, Marvin und Christoph verbrachten ihr Praktikum an unterschiedlichen Schulen. Noah bekam einen Einblick in den normalen Unterricht einer Klasse. Marvin konnte den Schülern die deutsche Sprache näher bringen und etwas über Deutschland erzählen. Auch Christoph wurde in den Unterricht mit integriert; besonders am Sportunterricht hat er aktiv teilgenommen. Katrin hat ebenfalls am Unterricht sowie Schwimmunterricht teilgenommen. Ihr Praktikum wurde durch einen Theaterbesuch und durch Proben für eine Weihnachtsfeier sehr abwechslungsreich gestaltet.


Fast alle deutschen Schüler haben am Mittwoch ihre Austauschpartner in die Schule begleitet und haben den Unterricht verfolgt. Mittags trafen sich einige nach der Schule und verbrachten den restlichen Nachmittag zusammen. Zunächst haben sie sich in einem kleinen Bistro gestärkt und sind anschließend zu einem französischen Austauschpartner nach Hause gegangen. Nach ein paar Stunden, in denen sie sich unterhalten und Karten gespielt haben, sind sie am späten Nachmittag dann noch Lasergame spielen gegangen.


Am letzten Abend traf sich die deutsch-französische Gruppe in der «Groupe Scolaire Saint-Charles La Providence», unserer Partnerschule in Saint-Brieuc. Bei kleinen Snacks und Getränken konnten sich Gasteltern, Lehrer und Schüler/innen über die Erfahrungen der vergangenen Woche austauschen. Nachdem wir uns von unseren Familien verabschiedet und Mme Martin unseren Dank für die gelungene Organisation der Auslandspraktika in Saint Brieuc ausgesprochen hatten, reisten wir mit dem TGV zurück nach Aachen. Der Austausch und das Praktikum waren wunderbare  Erfahrungen, die alle Schüler/innen in guter Erinnerung behalten werden.  Die Vorfreude auf den Gegenbesuch der Franzosen im Februar war groß. Dieses schöne Europa-Projekt haben wir besonders Herrn Weitz und Mme Martin zu verdanken.

Caroline Besel, Alexa Brouns, Katrin Funken EF