Europäische Wettbewerbe

Der Europäische Wettbewerb begeht mit dieser Runde sein 60-jähriges Jubiläum.

 

Die Förderung der europäischen Integration in der jungen Generation, vermittelt über die Auseinandersetzung mit den Wettbewerbsthemen im Unterricht, ist der bleibende Kerngedanke des ältesten Schülerwettbewerbs in Deutschland. Zeitgerechte Aufgabenstellungen und Bearbeitungsformen zeigen, dass der Europäische Wettbewerb es auch mit 60 Jahren schafft, sowohl Lehrkräfte als auch Schülerinnen und Schüler zu motivieren und zu guten Leistungen anzustacheln.

 

Der Start in die Jubiläumsrunde 2012/13 steht unter der Überschrift: „Wir sind Europa! Wir reden mit!". Die Themen orientieren sich am Motto der Europäischen Union, die das Jahr 2013 zum Europäischen Jahr der Bürgerinnen und Bürger erklärt hat. Im Mittelpunkt steht die aktive Beteiligung der (zukünftigen) Bürgerinnen und Bürger an der Gestaltung Europas, z.B. auch durch die neu eingeführte Europäische Bürgerinitiative, die erste direktdemokratische Mitwirkungsmöglichkeit auf europäischer Ebene.

 

Noch immer gibt es Defizite im Wissen um die Rechte als Bürger in Europa. Es ist wichtig, mitreden zu können und vor allem informiert zu sein. Zum Beispiel über den Grundrechtsschutz in der Europäischen Union oder die Entwicklung Europas von den Pionieren des Europagedankens bis zur Verwirklichung in Institutionen. An den Entscheidungsprozessen in Europa sind die Bürgerinnen und Bürger aktiv beteiligt. Das den jungen Unionsbürgern zu vermitteln ist auch Aufgabe der Lehrkräfte. Die breit gefächerte Themenauswahl im 60. Europäischen Wettbewerb 2013 soll sie hierbei unterstützen.

 

 

Erstmals wurde der Europäische Wettbewerb 1953 im Land Nordrhein-Westfalen als Aufsatzwettbewerb ausgeschrieben. Bereits im folgenden Schuljahr zogen alle anderen Länder der Bundesrepublik Deutschland nach. Der Europäische Wettbewerb ist demnach der älteste Schülerwettbewerb in Deutschland.

 

Der Europäische Wettbewerb ist ein erprobtes Instrument praktischer Schularbeit. Er unterstützt Schulen dabei, ihren europäischen Bildungsauftrag, zuletzt formuliert im Beschluss der KMK „Europabildung in der Schule“ (05.05.2008) zu erfüllen. Der Wettbewerb fordert zu vertiefter Auseinandersetzung mit europäischen Themen und Fragestellungen im Unterricht auf und verfolgt traditionell das Ziel, den Europagedanken zu stärken. Aufgabenstellung und Methodik bieten den Lehrkräften eine konkrete Möglichkeit, die europäische Dimension im Unterricht zu erschließen. Die Themen zeigen auf, wo europäische Bezüge wirksam sind und auf welchem Feld europäische Entscheidungen verlangt werden, sie machen deutlich, dass vielfach nur gemeinschaftliches Handeln Erfolg verspricht. Der Europäische Wettbewerb leistet einen Beitrag dazu, junge Menschen zu befähigen, ihre künftigen Aufgaben als Bürgerinnen und Bürger in der Europäischen Union aktiv wahrzunehmen.

 

Dabei berücksichtigt der Europäische Wettbewerb sowohl die schulischen Gegebenheiten als auch bildungspolitische Vorgaben. Die Diskussion der bildungspolitischen Entwicklung mündete in einer Neuausrichtung des Europäischen Wettbewerbs, die erstmals im Schuljahr 2009/10 umgesetzt wurde. So wurde das europäische Profil des Wettbewerbs durch die konsequent europäische Dimension der Themen gestärkt. Die Bandbreite möglicher Beiträge wurde durch die freie Wahl der Bearbeitungsmethoden erheblich erweitert. Gleichzeitig sind neben Einzelarbeiten auch Arbeiten von Gruppen mit bis zu vier Mitgliedern zugelassen. Der Wettbewerb richtet sich an Schülerinnen und Schüler aller Schularten und Jahrgangsstufen. In vier Modulen (Altersgruppen) werden Themen zur Bearbeitung angeboten, die sich in der Regel am Motto des von der EU ausgerufenen jeweiligen Europäischen Jahres orientieren.

 

Der Europäische Wettbewerb steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten. Er zählt zu den gesamtstaatlich anerkannten und geförderten Wettbewerben. Die Förderungtragen in Deutschland das Bundesministerium für Bildung und Forschung, das Auswärtige Amt und die Kultus- und Senatsverwaltungen der Länder.

 

Seit 1978 ist das Zentrum für Europäische Bildung (ZEB), eine rechtlich unselbständige Arbeitseinheit der Europäischen Bewegung Deutschland e.V. (EBD), für die Organisation des Europäischen Wettbewerbs verantwortlich. Der Leiter des ZEB ist gleichzeitig Leiter des Europäischen Wettbewerbs. Das ZEB koordiniert auch die Aktivitäten von "Europe at School".

 

Quelle: www.europaeischer-wettbewerb.de